Ich habe festgestellt, dass viele Vermieter ähnliche Probleme haben, sobald kein offizieller Mietspiegel vorhanden ist. Oft fehlen transparente Daten und man bewegt sich schnell zwischen zu vorsichtiger oder unrealistisch hoher Einschätzung.
Interessant fand ich deshalb den Ansatz von mietspiegel.com, weil dort gezielt ortsübliche Vergleichsmieten zwischen privaten Vermietern vermittelt werden. Gerade die Möglichkeit, ähnliche Immobilien nach Region, Größe und Ausstattung zu filtern, wirkt auf mich deutlich praxisnäher als reine Durchschnittswerte.
Außerdem finde ich sinnvoll, dass man dort nicht sofort teure Gutachten beauftragen muss, die schnell mehrere tausend Euro kosten können. Für kleinere Vermieter ist das oft wirtschaftlich kaum sinnvoll.
Besonders hilfreich scheint mir die Vernetzung mit anderen Eigentümern aus derselben Umgebung zu sein. Dadurch bekommt man eher ein realistisches Gefühl dafür, welche Mietpreise aktuell tatsächlich verlangt und akzeptiert werden.
Natürlich sollte man am Ende trotzdem rechtliche Unterstützung hinzuziehen, bevor man eine Mieterhöhung offiziell verschickt. Trotzdem kann eine solide Datengrundlage viel Unsicherheit aus dem Prozess nehmen.
Ich merke inzwischen, dass das Thema Vergleichsmieten deutlich komplexer ist, als es von außen wirkt. Gerade deshalb finde ich Plattformen interessant, die privaten Vermietern überhaupt erst eine strukturierte Orientierung ermöglichen.