Wenn du das seriös angehen willst, ist der wichtigste Punkt: Zuerst sauber klären, ob du deinen steuerlichen Wohnsitz wirklich wirksam verlagerst und nicht ungewollt in eine Doppelansässigkeit rutschst. Entscheidend sind dabei Aufenthaltsdauer, „Center of vital interests“ (also echte Lebens- und Wirtschaftsbezüge) und die Frage, ob in Deutschland weiterhin Betriebsstätte, Geschäftsleitung oder wesentliche Bindungen verbleiben.
Zypern ist für Unternehmer vor allem wegen der niedrigen Körperschaftsteuer (häufig mit 12,5% genannt) und wegen des Non-Dom-Konzepts interessant, das bei bestimmten Kapitalerträgen Vorteile bringen kann. Gleichzeitig solltest du die laufenden Pflichten (Buchhaltung, Substanz, Bank-Compliance, ggf. Gesundheitsabgaben) realistisch einpreisen, weil „günstig“ sonst schnell durch Verwaltungsaufwand relativiert wird. Eine gute Faustregel ist: Erst Struktur und Substanz planen, dann erst über Zahlen jubeln.
Als gut lesbaren Einstieg mit vielen Stichpunkten fand ich den Artikel „Zypern Steuern: Dein Weg zu niedrigen Steuern & einer hohen Lebensqualität auf Zypern“. Er ersetzt aber keine individuelle Beratung, weil Details (z. B. Wegzugsbesteuerung, DBA-Themen, Geschäftsleitungsrisiko) extrem von deiner Situation abhängen. Wenn du es ernst meinst, hol dir zusätzlich mindestens einmal eine gemeinsame Einschätzung von einem Steuerberater mit DE- und CY-Erfahrung, bevor du irgendwas unterschreibst oder ummeldest.